Veranstaltungen
Die Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, im ChorForum Essen,
Fischerstr. 2-4, statt.
Der Eintritt ist in der Regel frei.

Das gesamte Jahresprogramm 2026 ist einzusehen auf unserem Flyer:
Jahresprogramm 2026
ChorForum Essen, Donnerstag, 8.10.2026, 18.00 Uhr
Zuerst ein Hinweis: Der Vortrag von Melanie Hillerkus (Jena) über „Goethes Diener“, der für den 8. Oktober vorgesehen war, muss krankheitsbedingt entfallen.
Stattdessen stellt (und beantwortet) Damian Mallepree aus Essen-Kettwig die Frage:
„Warum eigentlich Goethe?“

Für viele Jugendliche ist Goethe – falls er tatsächlich noch im Lehrplan der Schulen erscheint – eher ein Schreckgespenst. Dass man aber auch Menschen für ihn begeistern kann, ist Damian Mallepree mit seinem Live-Format „Alles Goethe!“ gelungen: In kurzen Schlaglichtern beleuchtet er Aktualität und Vielseitigkeit Goethes, insbesondere im Hinblick auf die Naturforschung. Auf die Frage „Warum eigentlich Goethe?“ findet er originelle und überraschende Antworten.
Mit seinem Internet-Format, aber auch mit Veröffentichungen und Vorträgen hat Damian Mallepree, wie auch dem Foto unten zu entnehmen ist, Goethe zu neuer Popularität verholfen. So wird er im Ruhr-Museum Essen im November 2026 im Rahmen der „Eiszeit“-Ausstellung einen Vortrag über „Goethe und die Eiszeit“ halten.
Donnerstag, 12. November 2026, 18.00 Uhr, ChorForum
Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer (Tübingen):
«Es ist von Goethe!» – Auf Goethes Spuren in der deutschsprachigen Kinderliteratur

Goethe hat von sich behauptet, nie etwas für Kinder geschrieben zu haben, aber einige seiner Werke wurden schon im 19. Jahrhundert als geeignete Kinderlektüre betrachtet und in Schulbüchern, Gedichtanthologien oder illustrierten Prachtausgaben veröffentlicht. Seine Bearbeitung von Reineke Fuchs ebenso wie die Balladen Der Zauberlehrling und Der Erlkönig wurden bis in die Gegenwart hinein von namhaften Künstlern und Künstlerinnen illustriert. Neben diesen Adaptionen gibt es etliche Kinderbücher, die auf Goethes Werk referieren. Während bei Johanna Spyris Kinderklassiker Heidis Lehr- und Wanderjahre (1880) der Titel bereits auf Goethes Wilhelm Meister-Romane hinweist, sind die intertextuellen Bezüge in anderen Kinderbüchern eher versteckt. Welche Bedeutung die Referenzen auf Goethe für das jeweilige kinderliterarische Werk haben, wird anhand von drei Kinderromanen, Wilhelm Speyers Der Kampf der Tertia (1927), Erich Kästners Emil und die drei Zwillinge (1935) und James Krüss’ Timm Thaler oder das verkaufte Lachen (1962), illustriert. Abschließend wird dargelegt, welche Rolle Goethe in der aktuellen Kinderliteratur spielt.