Veranstaltungen

Die Veranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, im ChorForum Essen,
Fischerstr. 2-4, statt.
Der Eintritt ist in der Regel frei.

Das gesamte Jahresprogramm 2026 ist einzusehen auf unserem Flyer:
Jahresprogramm 2026


Donnerstag, 3. September 2026, 18.00 Uhr, ChorForum

Prof. Dr. Rudolf Denk (Freiburg i. Br.):
Goethe als Librettist

Goethes Libretto für eine «teutsche Operette in italienischer buffa-Manier» Scherz, List und Rache steht im Mittelpunkt des Vortrags. Unter Einbeziehung dramaturgischer und theatralischer Gesichtspunkte erscheint der Text des „Dichter – Librettisten“ Goethe in einem neuen Licht. Auch wenn die erste Komposition des Librettos mit einer bis heute aktuellen Thematik von Geld und Besitz durch Philipp Christoph Kayser beim damaligen Publikum um 1800 nicht ankam, sind die späteren musiktheatralischen Fassungen von Goethes Textvorlage umso überraschender und spannender. Die theatralischen Spiegelungen dieses Librettos reichen vom Anfang des 19. bis ins 20. Jahrhundert und werden in repräsentativen Audio- und Videoaufnahmen der Komponisten Kayser, Peter von Winter, Max Bruch und Egon Wellesz vorgeführt und analysiert.


Donnerstag, 8. Oktober 2026, 18.00 Uhr, ChorForum

Der für den 8. Oktober 2026 vorgesehene Vortrag von Melanie Hillerkus (Jena) über „Goethes Diener“ muss leider entfallen.
Stattdessen wird uns Damian Mallepree (Düsseldorf) mit seinem Live-Talk-Format „ALLESGOETHE.DE“ erfreuen. Näheres dazu erfahren Sie hier in Kürze.


Donnerstag, 12. November 2026, 18.00 Uhr, ChorForum

Prof. Dr. Bettina Kümmerling-Meibauer (Tübingen):
«Es ist von Goethe!» – Auf Goethes Spuren in der deutschsprachigen Kinderliteratur

Goethe hat von sich behauptet, nie etwas für Kinder geschrieben zu haben, aber einige seiner Werke wurden schon im 19. Jahrhundert als geeignete Kinderlektüre betrachtet und in Schulbüchern, Gedichtanthologien oder illustrierten Prachtausgaben veröffentlicht. Seine Bearbeitung von Reineke Fuchs ebenso wie die Balladen Der Zauberlehrling und Der Erlkönig wurden bis in die Gegenwart hinein von namhaften Künstlern und Künstlerinnen illustriert. Neben diesen Adaptionen gibt es etliche Kinderbücher, die auf Goethes Werk referieren. Während bei Johanna Spyris Kinderklassiker Heidis Lehr- und Wanderjahre (1880) der Titel bereits auf Goethes Wilhelm Meister-Romane hinweist, sind die intertextuellen Bezüge in anderen Kinderbüchern eher versteckt. Welche Bedeutung die Referenzen auf Goethe für das jeweilige kinderliterarische Werk haben, wird anhand von drei Kinderromanen, Wilhelm Speyers Der Kampf der Tertia (1927), Erich Kästners Emil und die drei Zwillinge (1935) und James Krüss’ Timm Thaler oder das verkaufte Lachen (1962), illustriert. Abschließend wird dargelegt, welche Rolle Goethe in der aktuellen Kinderliteratur spielt.